Donnerstag, 10. Januar 2008

Berlin am Meer


Sommer in Berlin! Okay, auf den Sommer müssen wir noch ein bisschen warten, auf den Sommerfilm "Berlin am Meer" ab heute nicht mehr. Die "Liebeserklärung an die Stadt Berlin", wie sie die Berliner Zeitung nennt, trumpft mit jungen Stars wie Robert Stadlober und Jana Pallaske auf. Alle Kritiker hat Regisseur Robert Eißler mit seinem Debütfilm allerdings nicht überzeugen können. So stören die taz vor allem "American-Pie-Gags und Underground-Gehabe".
Unter dem Aspekt "Drehort Berlin" ist "Berlin am Meer" aber in jedem Fall sehenswert. Die Filmproduktion spart nicht an tollen Berliner Locations. So wurde im Sommer 2006 unter anderem im "Kubik" in Mitte gedreht. Der Open-Air-Club war ein temporäres Avantgarde-Projekt, das nur im Sommer in der Köpenicker Straße betrieben wurde.


Auch das Berliner Badeschiff, das von der Arena betrieben wird, spielt als Cliquen-Treffpunkt eine wichtige Rolle. Das schwimmende Schwimmbecken in der Spree wird seit 2005 auch im Winter genutzt und dafür architektonisch Reizvoll umgebaut (siehe Foto) und um eine Saunalandschaft ergänzt. Da kommt dann vielleicht auch bei Eisschollen auf der Spree ein bisschen Sommerfeeling auf.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Weihnachtshasen


Pünktlich zum Filmstart von "KeinOhrHasen" wünsche ich allen Buch- und Blog-Lesern cineastische Weihnachten! Und will natürlich ein paar Worte über Til Schweigers "romantic comedy" verlieren, die komplett am Drehort Berlin-Brandenburg entstanden ist. Schweiger spielt darin den Boulevardreporter Ludo, der in Berlin ständig auf Promijagd ist. Weil er dabei nicht immer ganz sauber bleibt, wird er zu Sozialstunden im Kindergarten von Anna (Nora Tschirner) auf einem Brandenburger Bauernhof verdonnert ... und die romantische Komödie nimmt ihren Lauf.
Eine Schlüsselszene spielt jedoch ganz zentral in Berlin, im Ballsaal des "Hotel de Rome". Das Gebäude diente, zumindest mit der Fassade zum Bebelplatz hin, schon Tom Tykwer als Bank in "Lola rennt" (siehe auch Drehort 17 in "Drehort Berlin"). Tatsächlich war hier eine Zeit lang die Dresdner Bank untergebracht, der alte Tresorraum im Keller ist im Spa-Bereich des Nobelhotels noch erkennbar. Die Institution "Hotel de Rome" oder auch "Hotel Stadt Rom" gab es in Berlin schon 1775 mit der Adresse Unter den Linden 10. Seitdem hat sich natürlich einiges verändert (wie das "Hotel der Rome" auf seiner Website selbst gut dokumentiert). Geblieben ist der Prunk, der sich im Ballsaal am deutlichsten sehen läßt. Hier stürzt Til Schweiger alias Ludo durchs Glasdach - natürlich ohne wirklich Schaden anzurichten. Erzählenswert ist dieser Dreh trotzdem, wie ein Artikel aus der Berliner Zeitung beweist.

Freitag, 7. Dezember 2007

Rainer vs. Bourne


So, die technischen Probleme sind fast alle behoben und hier kommt ein kleiner Nachtrag zu "Free Rainer". Sooo gut kam der Film in den Kritiken (m.E. zu Recht) nicht weg, aber immerhin ist Regisseur Hans Weingartner dem Drehort Berlin treu geblieben. Berliner Villen wie in "Die fetten Jahre sind vorbei" (Kapitel 25 in Drehort Berlin) spielen zwar diesmal keine Rolle, dafür einige Drehorte an denen schon andere Kollegen aktiv waren.
So zum Beispiel die Leipziger Straße vis a vis des Petriplatz in Berlin-Mitte. Wo Rainer (Moritz Bleibtreu) seinen Wagen zu Schrott fährt bzw. haut, raste auch schon Jason Bourne (Matt Damon) in der "Bourne Verschwörung" (Kapitel 24 in Drehort Berlin) über die Spree. Allerdings spielte Berlin da die Rolle von Moskau - unbeachtet der Tatsache, dass am Petriplatz einst die "Geburtskirche" Berlins, die Petrikirche, stand: Die Erwähnung ihres Pfarrers in einem offiziellen Dokument von 28. Oktober 1237 gilt als Berlins Geburtstag.
Ein etwas originellerer Drehort als die Leipziger Straße war sicherlich die ehemalige russische Kaserne in Krampnitz. Deren Inneres diente schon Dany Levy für "Mein Führer (Kapitel 30 in Drehort Berlin) als Hitlers Büro. Weingartner trägt natürlich etwas dick auf, indem er ausgerechnet hier auch seinen Privatsender-Chef residieren lässt. Immerhin ist er aber konsequent bei der Benutzung des abgekupferten Drehorts: Die passenden Außenaufnahmen drehte er - wie Levy - vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin Mitte.

Freitag, 23. November 2007

Weiter gedreht

Ohje, der letzte Eintrag liegt schon viel zu lang zurück! Dabei tut sich nach wie vor viel am Drehort Berlin. Jüngste Zeugnisse sind die angelaufenen Filme "Free Rainer" und "Schöner Leben". Mehr dazu gibt es leider erst später ... aus technischen Gründen!

Montag, 1. Oktober 2007

Leroy

Drehort Schöneberg - das ist mal selten. Der beliebte Bezirk mit seinem geschichtsträchtigen Rathaus (hier sprach John F. Kennedy seinen berühmten Satz "Ich bin ein Berliner") ist im Vergleich zu seinem Nachbarbezirk Kreuzberg eher selten Filmkulisse. Auch in "Leroy", dem ersten Spielfilm von Armin Voelckers, ist nicht alles Schöneberg was Schöneberg sein soll. So liegt zum Beispiel der Plattenladen "scratch records", in dem Leroy (Alain Morel) auf "Blackula" alias Afrob (siehe Foto) trifft, tatsächlich in Kreuzberg. Haupt-Drehort ist aber wirklich Schöneberg. Und nicht nur das ist sehenswert, sondern der ganze Film - da sind sich die meisten Kritiker einig.

Freitag, 28. September 2007

Levy, Elstermann, Brasch & Münch

Am vergangenen Mittwoch habe ich mal wieder in die Öffentlichkeit gewagt und ein paar Worte zu "Drehort Berlin" gesagt. Doch ich war (ehrlich gesagt) nicht der interessanteste Gast der Veranstaltung im Kino "Babylon". Denn Regisseur Dani Levy war ebenfalls dabei und hat sich gemeinsam mit mir den Fragen von RadioEins-Moderator Knut Elstermann gestellt. Zugegeben: Wir sind ins plaudern gekommen - Levy über seine Dreharbeiten, ich über mein Buch. Doch das Feedback der Besucher war recht positiv, bevor sie in den Kinosaal stürmten um "Alles auf Zucker!" zu sehen.

Ein Foto gibt es von der Veranstaltung leider nicht, da der mitgeprachte Fotoapparat defekt war. Als Entschädigung biete ich aber etwas viel besseres: ein Audio-File. Und zwar den Mitschnitt eines Interviews auf RadioEins einen Tag vor der Veranstaltung. Da war ich zu Gast bei Moderatorin Marion Brasch im Außenstudio im Admiralspalast (siehe Ankündigung unten). Hier hörber als MP3 (ca. 8 MB).

Montag, 24. September 2007

Ferrari 49

Aller guten Dinge sind Drei. Und da ich heute zum dritten Mal auf Dreharbeiten zu Michael Kliers (Foto unten) neuem Film "Ferrari 49" hingewiesen wurde, muss einfach ein Eintrag her. Von dem Filmprojekt hatte mir Klier schon berichtet, als ich ihn im vergangenen Jahr zu "Ostkreuz" für "Drehort Berlin" befragt hatte (siehe Buchkapitel 15). "Ferrari 49" handelt von Männern des Jahrgangs 1949 - nicht zufällig dem Gründungsjahr der Bundesrepublik. Sie haben nicht ganz geschafft, was sie vorhatten, aber gut gelebt haben sie trotzdem. In emotionalen Dingen - Frauen gegenüber - sind sie mehr oder weniger gescheitert. So ist zumindest der Kurzbeschreibung bei X-Filme zu entnehmen.

Gedreht wurde unter anderem am Wochenende 22./23.09. in der Auguststraße in Berlin-Mitte, darauf hat mich heute der Betreiber des Blogs AUGUSTSTRASSE hingewiesen. Fotos dazu gibt es hier.

Donnerstag, 13. September 2007

TIPP: Diskussion & Film

Okay, okay. Das ist kein Tipp, das ist ganz und gar und absolut nur eigennützige Werbung! Und zwar für eine Veranstaltung zu "Drehort Berlin" am 26. September 2007 um 20:30 Uhr im Kino babylon berlin:mitte, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin. Dort werden zunächst Regisseur Dani Levy, RadioEins-Moderator Knut Elstermann und ich über den Derhort Berlin im Wandel der Zeit und ganz besonders in Dani Levys Filmen sprechen. Danach läuft Levys mehrfach preisgekrönter Berlin-Film "Alles auf Zucker!". Und das alles für schlappe 5 Euro!

Mittwoch, 5. September 2007

Bourne & Berlin

Endlich: Teil Drei der Bourne-Reihe nach den Büchern von Robert Ludlum kommt in Deutschland ins Kino: "Das Bourne Ultimatum". Wieder jagt Jason Bourne (Matt Damon, auf dem Foto unten mit Regisseur Paul Greengrass) diejenigen, die seine wahre Indentität geheim halten wollen und ihn selbst am liebsten aus dem Weg räumen würden. Letzteres klappt wieder einmal nicht. (Soviel kann getrost verraten werden ohne dem Film Spannung zu nehmen.)


Und: Wieder einmal wurde in Berlin gedreht. Nicht annähernd so viel wie für den zweiten Teil, "Die Bourne-Verschwörung" (siehe auch Kapitel 24 in "Drehort Berlin"), aber immerhin ein paar sehr aufwendige Einstellungen für die Anfangssequenz des Films. "Bei Bourne ist das immer gleich ein riesiger Aufwand," beschreibt Henning Molfenter von Studio Babelsberg Production Service die Dreharbeiten Ende Januar 2007 in Berlin. Gefilmt wurde am Bahnhof Lichterfelde, mit künstlichem Schnee und vielen Scheinwerfern. "Das war fast schon ein Branchentreff der Beleuchter!", erinnert sich Molfenter, dessen Team die Dreharbeiten nicht nur in Berlin, sondern auch in London und New York unterstützt hat. Die Babelsberger Experten sind mit Bourne eng verbunden. Dass dennoch relativ wenig in Berlin gedreht wurde, mag man der Produktion gerne verzeihen. Als Entschädigung gibt es nämlich tolle Bilder aus Madrid, Tanger, London und New York zu sehen - denn wie gehabt ist Agent Bourne rund um den Globus aktiv.

Berlin ist im Film wieder einmal nicht Berlin - sondern (wieder einmal) Moskau. Dafür diente nicht nur der Bahnhof Lichterfelde als Drehort, sondern auch der Platz der Vereinten Nationen. Optisch passt die sozialistische Einheitsarchitektur gut (siehe Foto). Man muss allerdings schon sehr genau hinsehen, um irgend etwas des Original-Schauplatzes erkennen zu können. Nicht nur, weil im Film gerade Nacht ist, sondern vor allem wegen der rasanten Kameraführung. Denn auch hier setzt Regisseur Paul Greengrass (wieder einmal) Maßstäbe in Sachen Action-Film. "Das Bourne Ultimatum" ist schnell und unglaublich dynamisch, dank Handkamera ist der Zuschauer immer nah dran - sowohl an akrobatischen Nahkampf-Szenen, als auch an halsbrecherischen Verfolgungsjagden über die Dächer von Tanger oder durch die Straßenschluchten von New York. Kurz gefasst: Der abschließende Teil krönt die Bourne-Reihe.

Montag, 3. September 2007

Spaziergang

Auch wenn das herbstliche Wetter im Moment nicht gerade dazu einläd, hier der Hinweis auf einen kleinen Drehort-Spaziergang durch Berlin (für schöne Herbst- & Wintertage): Das Online-Portal Berliner-Akzente.de präsentiert einen kleinen Wegweiser "Auf den Spuren berühmter Filme", den ich geschrieben habe. Dabei geht es zu Fuß vom Anhalter Bahnhof zum Gendarmenmarkt. Also: Ausdrucken, einpacken und los wandern. Und natürlich mitmachen: bei der Verlosung von 3 Exemplaren von Drehort Berlin.